Please reload

STICHWORTE

Please reload

NEUSTE ARTIKEL

FOLGE MIR

  • Facebook Clean Grey
  • Instagram Clean Grey

Drei Ideen, warum du deinen Job wichtiger nimmst als deine Gesundheit

May 9, 2016

 

 

Mal ehrlich: Wie oft gehst du im alltäglichen Wahnsinn von Stress, Leistungsdruck, eigenen und fremden Ansprüchen, To-Do-Listen und Terminen über die Zeichen deines Körpers hinweg?

 

 

Gehst trotz dicker Erkältung deinem eh schon überfüllten Büro-Tagesablauf nach? 

 

Kannst trotz Rückenschmerzen vom stundenlangen Sitzen am Schreibtisch dich dennoch nicht aufraffen, deinen verspannten Muskeln etwas gutes zu tun?

 

Futterst aus Zeitmangel ungesundes Zeugs in dich hinein, obwohl du eigentlich weißt, dass ein paar gesunde Energiebooster viel besser für dich wären?

 

 

Wenn viel zu tun ist, wollen wir Leistung bringen. Wenn die Papierberge sich stapeln, wollen wir sie abgearbeitet haben, bevor es ins Wochenende geht und wenn dir Kollegin krank ist, wollen wir aus Pflichtgefühl die Stellung halten. Egal, ob der Kopf grade dröhnt ohne Ende, die Nase vor Rotz nur so läuft oder einfach allgemein die Akkus mehr als leer sind. 

 

Zugegeben, niemand kann seinen Tagesablauf ausschließlich danach richten, was genau der Körper gerade sagt. Vor allem nicht im Job. Manchmal - die Betonung liegt auf dem Wörtchen MANCHMAL - können wir nicht anders, als die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen. Zum Beispiel kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Projekts. Vor einer Prüfung, die wir unbedingt bestehen wollen. Oder wenn die Existenz des Unternehmens davon abhängt. 

 

Diese Ausnahmesituationen kommen jedoch bei den meisten Menschen sehr selten vor. Und die Seltenheit macht es ohne weitere Folgen ertragbar. Wenn es sich für dich so anfühlt, als wäre dein ganzes Berufsleben so eine "Ausnahmesituation" und als wäre es einfach nicht möglich für dich, mal zur Ruhe zu kommen und dich zu hegen und zu pflegen würde ich dir raten, mal näher hinzuschauen.  Denn schwierig wird es, wenn du im Dauerzustand über deinen Körper hinweg gehst: Dann werden aus kleinen aber häufigen Erkältungen, zwischenzeitlichen Rückenschmerzen oder Magenproblemen schnell chronische Zustände, es kommen andere Symptome dazu, die du dir nicht erklären kannst und irgendwann droht der Burnout. 

 

 

 

Hier findest du nun drei Ansätze, die erklären können, warum du dich selbst zurückstellst und Raubbau an dir betreibst: 

 

1. Der Leistungsgedanke

 

Wir werden von kleinauf dazu erzogen, zu funktionieren. Leider ist es in unserer Gesellschaft, im guten alten fleißigen Deutschland so, dass wir beigebracht bekommen, uns über unsere Leistung zu definieren. In der Schule wirst du gelobt, wenn du brav gute Noten schreibst. Im Sport wirst du gefeiert, wenn du einen Pokal nach hause bringst. Und im Job bist du erfolgreich, wenn du viele viele Stunden für deinen Arbeitgeber schuftest und einen (dicken) Gehaltsscheck nach hause bringst. Ein guter Arbeitnehmer wird ausserdem nicht krank und lässt seine Kollegen nicht hängen. Und wenn er oder sie sich doch mal eine krankheitsbedingte Auszeit nimmt, dann nur mit schlechtem Gewissen und der Bereitschaft, trotz Bettruhe jederzeit für Notfall-Fragen telefonisch erreichbar zu sein. 

 

2. Effektivität vor Effizienz

 

Der Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz ist ein ganz einfacher: Effektivität bedeutet, ein Ziel zu erreichen, egal wie, Hauptsache flott. Effizienz bedeutet, ein Ziel mit möglichst cleverem und nachhaltigen Ressourceneinsatz zu erreichen. Viele alteingesessene Unternehmen versuchen heute ihre Wettbewerbsposition zu erhalten, indem sie auf möglichst schnelle Resultate (in Form von Gewinnsteigerung) setzen, statt langfristig zu denken. Diese Einstellung legt sich selbstverständlich auf die Arbeitnehmer um. Die erzwungene Effektivität und der auf der anderen Seite resultierende Stress am Arbeitsplatz führt zu krasser Ineffizienz bezogen auf die Gesundheit. 

 

3. Das Bedürfnis, wichtig zu sein

 

Wie viele Menschen halten sich wohl tief in ihrem Innern für so unwichtig und nicht wertvoll, dass sie sich über ihren Einsatz im Job definieren müssen? Unentbehrlich zu sein ist ein tollen Gefühl, oder? Immer derjenige zu sein, der gefragt wird, wenn etwas unklar ist. Zu allem etwas sagen zu können. Und selbst während der unheimlich großzügigen sechs Wochen Urlaub im Jahr nicht abschalten zu können, weil es ja in der eigenen großartigen Vorstellung ohne einen nicht läuft. Leider werden die wenigsten Menschen dazu erzogen, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und sie brauchen dann Lob und Anerkennung, den 'Sieg' gegen die Konkurrenz, am besten noch eine gute Portion Macht über andere und einen dicken Dienstwagen um sich halbwegs gut zu fühlen. 

 

 

Auch wenn du das ungern hörst: Wenn du Raubbau an deiner Gesundheit betreibst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du eine dieser Prägungen in deinem Unterbewusstsein mit dir rumschleppst, recht groß. 

 

 

Willst du etwas daran ändern, dann mache dir folgendes bewusst: 

 

1. Du bist nicht deine Leistung

 

Du bist als Mensch auf diese Welt gekommen, um dein Leben zu leben, zu geniessen, glücklich zu sein. Um dich zu entwickeln, Fehler zu machen und Erfolge zu feiern. Du bist ein freier Mensch, kein Zahnrädchen in einem immer weiterlaufenden Uhrwerk. Du bist nicht der Hamster im Hamsterrad, sondern der Fisch im Wasser! Wir leben in einem freien Land, mit dem Glück, uns selbst verwirklichen zu dürfen und haben die Möglichkeiten dazu. Suche den Kern in dir, der dich wirklich ausmacht und du wirst dich befreien können vom Leistungsdenken. 

 

2. Du bist ein wertvoller Mensch

 

auch nachdem du das Firmengelände betreten hast! Unternehmer sehen ihre Mitarbeiter gerne als Ressource. Sind sie ja nach betriebswirtschaftlicher Definition auch: Humankapital eben. Aber willst du als Ressource gesehen werden, die möglichst effektiv eingesetzt werden kann? Aus der das Unternehmen kurzfristig die größtmöglichen Gewinne ziehen kann? Willst du dich auf eine Ebene stellen lassen mit der Büroeinrichtung? Ich wette, das willst du nicht. Also lasse dich auch nicht so behandeln. 

 

Eine kleiner Einschub: Als ich in meinem 'ersten' beruflichen Leben in der Bank eines Tages mit dem Handy im Aufzug 'erwischt' wurde, rief mir ein Kollege rüber: "Hey, Handy weg, solange Sie hier sind gehört Ihr Arsch ja wohl der Firma!" Nee, is klar. Vielen Dank dafür. Ist das also die Einstellung, die - mehr oder weniger offen ausgesprochen - Geltung haben soll??

 

3. Wichtig ist nicht der, der die meiste Macht hat

 

sondern derjenige, der seine persönliche Macht weise einzusetzen weiß. 

 

Das Thema mit der Macht ist doch so was von oldschool und so überbewertet! Wer braucht denn heute noch diese altmodischen Formen von Machtstrukturen und Hierarchien in einer Welt, in der JEDER sagen darf, was er will? Wo wir so viele Möglichkeiten haben uns auszuleben. Klar, ein bisschen Struktur und Sicherheitsdenken ist wichtig für unser inneres Sicherheitsgefühl und dazu gehören auch ein paar Hierarchien. Aber ehrlich, sich toll fühlen, nur weil man einen Anzug trägt und vielleicht ein mittlere Führungsposition inne hat? 

 

Mache dir bewusst, dass du diese Form der Macht gar nicht brauchst! Denn jeder Mensch hat seine ganz persönliche Macht -  nämlich die über sein Leben. Und clever ist derjenige, der dies entdeckt, beginnt seinen eigenen Weg zu gehen und einen Beitrag zu leisten. Daraus kann sich dann etwas ECHTES in deinem Leben entwickeln und du wirst deine ganz persönliche Macht dort einsetzen können, wo sie die und anderen Menschen nützt. 

 

In diesem Sinne, bleibt gesund und wachst über euch hinaus :-)

 

Alles Liebe & Shine On, 

Martina

 

 

 

Please reload

Alle publizierten Inhalte auf dieser Website, dem Blog und im Newsletter sind als Inspiration und zur Unterhaltung gedacht und können bei körperlichen und emotionalen Beschwerden niemals den Besuch bei einem Arzt ersetzen. Ich empfehle jedem, vor Anwendung gesundheitlicher Tipps Rücksprache mit einem Fachmann zu halten. 

© 2016 by Martina Trampnau - Heilpraktikerin & Coach| Alle Rechte vorbehalten.