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Warum Angst ein wunderbares Zeichen für inneres Wachstum ist

 

Hier könnt ihr einen Gastbeitrag von mir für das Magazin Compassioner lesen. Ich habe mich sehr über die Veröffentlichung gefreut. Danke, liebe Compassioner-Redaktion! 

 

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Angst.

 

Vereinfacht gesagt ist sie der eingebaute Schutzmechanismus des Menschen. Angst hält uns davon ab, äußerst dumme Dinge zu tun. Zum Beispiel eine Felswand ohne Sicherung hochzuklettern oder von einer Klippe ins offene Meer zu springen. Sie lässt uns wachsam sein in Situationen, die bedrohlich für uns werden können. Das Bild vom Steinzeitmenschen und dem Löwen ist dir sicherlich bekannt: Der Mensch sieht ein wildes, gefährliches Tier und weiß innerlich, dass das übel ausgehen kann.

 

Das sympathische Nervensystem wird aktiviert, der Mensch ist bereit für Flucht oder Kampf. Doch es gibt noch andere Formen von Angst. Die Angst um geliebte Menschen zum Beispiel lässt uns auf uns aufpassen. Sogar die Versagensangst hat etwas Gutes: Im gewissen Umfang spornt sie uns an, Leistungen zu erbringen.

 

Die Evolution hat also einen recht wirksamen Mechanismus in uns eingebaut. Aber was hat das jetzt mit Wachstum zu tun? 

 

Dazu kommen wir jetzt:

 

Es gibt noch eine andere Form der Angst, und zwar die diffuse, generalisierte Angst. Hierbei ist nicht offensichtlich – wie bei den oben beschriebenen Formen – ein konkreter Grund auszumachen. Die Gründe für das innere Unwohlsein, die hohe Anspannung und das aktive Nervensystem sind irgendwie nicht greifbar. Herzklopfen, ständige Verspanntheit, schwitzige Hände, hoher Blutdruck, Kopfschmerzen und vieles mehr melden sich, der dauerhaft hohe Adrenalinpegel führt dazu, dass alles stressig wahrgenommen wird.  Das Leben ist anstrengend, man ist erschöpft.

 

Die Rolle in der Gesellschaft

 

Hört sich im ersten Moment vielleicht komisch an, aber das ist toll! Denn diese Reaktion hat einen ganz bestimmten, wunderbaren Grund:

 

Du spürst unbewusst, dass deine inneren Bedürfnisse nicht mehr mit deiner Rolle in der Gesellschaft vereinbar sind. Du hast den inneren Drang, dich zu verändern, auszubrechen, mehr Freude zu leben und dein inneres Wesen zum Ausdruck zu bringen. 

 

Dieser Drang ist für den Menschen als Gemeinschaftswesen erst einmal sehr bedrohlich, wenn auch in unserer heutigen Zeit eher weniger bewusst. Obwohl wir in unserer Gesellschaft so sehr auf Eigenständigkeit, Ellbogenmentalität und Konkurrenzdenken getrimmt werden, ist die Anlage in uns: Wir brauchen ein stabiles Netz von anderen nahestehenden Menschen, die uns Sicherheit geben, das Gefühl geliebt zu werden und auf die wir uns verlassen können. Deshalb nimmt jedes Individuum in einer Gruppe eine bestimmte Rolle ein und verhält sich dem entsprechend.

 

Die dazugehörigen Prägungen für unsere Rolle erhalten wir bereits in der Kindheit. Besonders für die ersten Lebensjahre ist es überlebenswichtig, bei der Gemeinschaft zu sein, akzeptiert und geliebt zu werden. Daher lernen wir von klein auf, welche Verhaltensweisen erwünscht und welche unerwünscht sind und tun, was uns die meiste Sicherheit bringt.

Es entstehen die ‚braven Mädchen’, die immer alles richtig machen wollen, die ‚starken Jungs’, die eines Tages hart arbeiten sollen für ihr Geld und keine Schwäche zeigen, die Perfektionisten, die Narzissten, die Kontrollfreaks. Es entsteht zwangsläufig eine Maske mit einer Kombination aus Mustern und erlernten Verhaltensweisen, die so tief verankert sind und es fällt niemandem auf, dass sie erlernt sind. Nicht einmal dem Maskenträger selbst.

 

Manchen Menschen fällt niemals auf, dass sie nicht nur anderen, sogar sich selbst gegenüber eine Rolle spielen… 

 

Kommt es nun durch verschiedene Umstände, seien es familiäre oder berufliche Unzufriedenheit, körperliche Krankheiten oder gar traumatische Erfahrungen und heftige Schicksalsschläge dazu, dass sich ein so großer innerer Druck aufbaut und die Maske hinterfragt werden muss, entsteht eine diffuse Form von Angst. Denn wie eben erwähnt, es steckt einfach in uns drin, dass wir uns von unserer Rolle in der Gesellschaft abhängig fühlen – wie könnten wir sie also in Frage stellen?

 

Befreie deine Lebensenergie

 

Aber nicht nur das Sichern-wollen der Rolle in der Gesellschaft führt zu Ängsten. Verstärkt wird die ganze Situation noch, weil mit unterdrückten Bedürfnissen auch die eigene Lebensenergieunterdrückt wird. Wenn du dein bisheriges Leben ein wenig in Frage stellst, wenn du den leisen Schimmer davon gespürt hast, dass vielleicht noch viel mehr für dich zu haben ist, gibt es kein zurück mehr. Es ist dann, als ob du einen Deckel auf einen überkochenden Topf drückst. Es will sich etwas in dir entfalten und du lässt es nicht zu.

 

Wachstum ist das Grundprinzip des Lebens. Was sich nicht entwickelt, stirbt. Was sich nicht entfalten darf, läuft gegen den Evolutionsprozess. 

 

Jeder einzelne Mensch ist ein Wesen in ständiger Weiterentwicklung und Wandlung (inneres Wachstum). Wenn du deiner Lebensenergie und dem Drang nach Entwicklung den Raum nicht gibst, schlägt sie Alarm um sich bemerkbar zu machen. Sie drückt von innen, damit du sie hörst! Und damit du auf sie aufmerksam wirst muss sie sich in unangenehmen Gefühlen und körperlichen Symptomen melden. Die Angst will dich also wachrütteln! Sie ruft: Jetzt hör endlich hin, verdammt! Du bist auf dem richtigen Weg, lass es zu, ändere etwas!

 

Wenn du dich in einem Prozess befindest und Angst hast, ist also der erste Schritt in Richtung deines Wachstums getan. Gratulation! Erkenne das an und am besten: Feier´ das! Deine Lebensenergie erwacht, tief in dir drin beginnst du zu überdenken, ob das, was du lebst das richtige ist. Ob da nicht mehr für dich zu holen ist. Du hinterfragst deine Rolle und dein Selbstbild.

 

Freie Fahrt für inneres Wachstum

 

Wie wäre es, wenn jeder von uns zu seinem Wunsch nach Wachstum und Entwicklung  stehen könnten? Wenn Veränderung im allgemeinen Kontext nicht als Bedrohung sondern als Chance wahrgenommen würde? Wenn wir uns gegenseitig auf unseren Wegen zu mehr Selbstliebe, Lebensfreude und Erfüllung unterstützen statt uns gegenseitig zurück in die gewohnten Muster zu pressen?

 

Dann könnten wir unserer Lebensenergie freien Lauf lassen.  Dann wäre Wachstum mit Freude möglich und wir bräuchten die Angst nur in wirklich bedrohlichen Situationen. Zum Beispiel wenn wir mal einen Löwen auf der Straße treffen.

Kennst du Situationen, in denen deine Angst ein sicherer Indikator für inneres Wachstum ist? Gibt es aktuell etwas, vor dem du Angst hast, obwohl du weißt, dass es dran ist?

 

 

Von Herz zu Herz

 Martina

 

 

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Alle publizierten Inhalte auf dieser Website, dem Blog und im Newsletter sind als Inspiration und zur Unterhaltung gedacht und können bei körperlichen und emotionalen Beschwerden niemals den Besuch bei einem Arzt ersetzen. Ich empfehle jedem, vor Anwendung gesundheitlicher Tipps Rücksprache mit einem Fachmann zu halten. 

© 2016 by Martina Trampnau - Heilpraktikerin & Coach| Alle Rechte vorbehalten.