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Einfach mal entspannen: Lerne, deinem Körper zuzuhören

April 13, 2017

 

In meinem letzten Artikel hier ging es darum, dass unsere Körper Kommunikationsmittel sind, die uns in jeder Sekunde darüber informieren, was um uns und in uns passiert. Es werden laufend Reize verarbeitet, die von unserer Umgebung, aber auch aus unserem Inneren kommen, wie wenn alte Muster und Traumata angetriggert werden, wenn wir falsche Glaubenssätze haben, Angst, Stress oder uns auf dem für uns persönlich nicht richtigen Weg befinden.

 

In Teil zwei dieser kleinen Serie soll es nun darum gehen, wie du deinen Selbstheilungskräften auf den Grund gehen und du lernen kannst, deinem Körper zuzuhören.

 

Entdecke die Selbstheilungskraft in dir

 

Wir alle haben die Fähigkeit zur Selbstheilung in unseren Körpern – und diese liegt im Immunsystem. In jeder Sekunde arbeitet dein Immunsystem dafür, das Gleichgewicht in deinem Körper aufrecht zu erhalten, eindringende Erreger zu eliminieren und es reinigt dein System von entarteten körpereigenen Zellen.

 

Um diese Selbstheilungskraft aufrecht zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen ist es notwendig, dass wir uns in einem gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung befinden. Die innere Balance zu finden und zu halten ist die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden.

 

Aus der Psychoneuroimmunologie – einem noch recht jungen Forschungszweig der Medizin – ist mittlerweile bekannt, dass das Immunsystem mit dem Nervensystem und der Psyche im direkten Zusammenhang steht.  Chronischer Stress hemmt die Funktion des Immunsystems, indem die Kraft von den Regenerationskräften hin zum Kampf-und-Flucht-System des Körpers verschoben wird. 

 

Dabei entsteht dieser chronische Stress meist nicht einmal direkt aus unserem Alltag, sondern aus der Reaktivierung alter Muster, Glaubenssätze und seelischer Verletzungen. Es sind also die tief liegenden Strukturen in Geist und Seele, die die Basis für Erkrankungen und Schmerzen bilden.

 

Denn diese Muster und Verletzungen sind als Bilder und Informationen im Zellgedächtnis abgespeichert. Dort sind sie sozusagen eingefroren. Dazu befinden sich diese Informationen noch in unverarbeiteter und nicht integrierter Form im Unterbewusstsein. Um nun gesund zu werden oder bleiben, ist es wichtig, dass diese Informationen körperlich gefühlt, geistig bewusst gemacht und in die Persönlichkeit integriert werden können.

 

Der erste Schritt: Lerne, deinen Körper mehr wahrzunehmen

 

Viele Menschen spüren ihren Körper nicht wirklich. Wie sieht es bei dir aus?

 

Wenn du deine Augen schließt, kannst du dann deine Körperteile einzeln wahrnehmen? Spürst du, ob und wo Anspannung in deinem Körper ist? Spürst du dein Herz schlagen und fühlst du deinen Puls?

 

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers steht eng im Zusammenhang mit der Fähigkeit, sich tief entspannen zu können. Das eine gibt es nicht ohne das andere.

 

Je mehr du also deine Wahrnehmung im Körper schulst, desto mehr wirst du auch in der Lage sein, dich tief zu entspannen. Das schlägt direkt zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Entspannung bringt wieder Balance in dein Nervensystem und somit verbessert sich auch wiederum dein Immunsystem.

 

Toll, wie alles zusammenhängt, oder?

 

 

Hier nun die erste Übung: Reise durch deinen Körper

 

Setze oder lege dich bequem hin. Du kannst diese Übung auch gerne abends vor dem Einschlafen machen. So wird sich zusätzlich noch deine Schlafqualität verbessern.

 

Versuche, ganz bei dir anzukommen und alle Gedanken und Emotionen, die du hast, kommen und gehen zu lassen.

 

Beginne nun damit, deine Zehen zu spüren, deine Fußsohlen, den Fußrücken, deine Knöchel. Wandere ganz langsam und bewusst mit deiner Aufmerksamkeit in deinem einem Körper hoch. Spüre deine Unterschenkel, Oberschenkel, Gesäß, deinen Bauch.

 

Lasse dir so viel Zeit an jeder Stelle deines Körpers, wie du benötigst, um mit deiner vollen Aufmerksamkeit dort anzukommen.

 

Wenn du weiter gewandert bist und du deinen Bauch spürst, atme tief ein, sodass sich dein Bauch sich bei der Einatmung so weit es geht ausdehnt und sich bei der Ausatmung von alleine wieder senkt.

 

Wenn du einen Widerstand deiner Bauchmuskulatur spürst, ist das nicht schlimm. Hier siehst du, wie angespannt du bist. Atme locker einfach locker weiter.

 

Entspanne dich in jedem Moment ein wenig mehr. Wandere weiter in deinem Körper hoch, bis in deinen Brustkorb, den Hals und Nacken hoch in deinen Kopf, dein Gesicht, spüre wie sich deine Augen, Ohren, deine Wangen und deine Stirn entspannen. Genieße dieses wunderbare entspannte Gefühl und lass es einfach sein wie es ist.

 

Du kannst nun auch intuitiv weiter durch deinen Körper wandern und die Stellen spüren, die sich angespannt anfühlen, die weh tun oder von denen du weißt, dass du dort eine Schwachstelle hast.

 

Versuche die Empfindungen, die du hast während du deinen Körper durchwanderst einfach nur wahrzunehmen ohne sie zu bewerten.  

 

Übe die Körperreise immer wieder, vielleicht jeden Abend vor dem Einschlafen oder auch, wenn du tagsüber gerade eine Pause brauchst. Spüre einfach in deinen Körper hinein.

 

 

Übung Nummer zwei: Komme dem Symptom auf die Spur

 

Wenn du ein wenig geübt darin bist, deinen Körper wahrzunehmen geht es nun ein wenig tiefer.  Das Ziel ist es, das Symptom zu seinem Ursprung zu verfolgen.

 

Lege oder setze dich also wieder bequem hin und spüre tief in dich hinein. Entspanne dich so gut es geht und beginne, dein Symptom wahrzunehmen. Das kann eine Herausforderung sein, denn in der Regel tendieren wir Menschen dazu, Unangenehmes zu unterdrücken.

 

Bleibe entspannt bei deinem Symptom und der entsprechenden Körperstelle. Denn das ist es ja, was dein Körper will. Er möchte dir etwas mitteilen und will deine Aufmerksamkeit. Also schenke sie ihm.

 

Es kann sein, dass deine Empfindung sich verändert. Eventuell fühlt es sich anders an oder der Schmerz, die Anspannung etc. wechselt sprunghaft die Stelle, wandert weiter oder löst sich sogar für einen Moment auf. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit dabei. Irgendwann wird deine Empfindung und das Symptom auch wieder zur Ruhe kommen – dann ist die Chance groß, dass du den Ursprung gefunden hast.

 

 

Und so kommen wir zur dritten Übung: Benenne konkret deine Empfindungen

 

Mit ein wenig Training der beiden vorangegangenen Übungen wirst du in der Lage sein, zu fassen was du spürst.

 

Spürst du einen Druck, Anspannung, Schmerz oder kommt sogar eine Emotion oder ein inneres Bild hoch?

 

Du musst noch nicht interpretieren oder direkt eine Lösung haben. Denke dran, dass dies ein umfangreicher Prozess ist, auf dem du nur Schritt für Schritt weiterkommen kannst.

 

Benenne deine Empfindungen so konkret es geht und schreibe sie auf!

 

Aufschreiben ist unheimlich wichtig, denn dadurch, dass du deine Empfindungen aufs Papier bringst werden sie dir noch mal mehr bewusst und somit auch im den nächsten Schritten bearbeitbar.

 

In meinen folgenden Artikeln wird es dann darum gehen, wie du interpretieren lernen kannst, was dein Körper dir sagen möchte und wie die Muster, Glaubenssätze und Verletzungen bewusst gemacht und integriert werden können.

 

Anmerkung: Ich möchte noch sagen, dass du selbstverständlich neu auftretende oder noch nicht medizinisch abgeklärte Symptome unbedingt einem Arzt oder Heilpraktiker vorstellen solltest. Es ist immer wichtig, die Meinung von Fachleuten einzuholen, auch wenn du dich auf deinem persönlichen und eigenverantwortlichen Weg zu mehr Gesundheit befindest.

 

Alles Liebe,

deine Martina

Die Texte auf dieser Webseite dienen ausschließlich der Inspiration und Unterhaltung. Nichts, was hier zu lesen ist, ersetzt den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Bei körperlichen und psychischen Beschwerden suche bitte einen entsprechenden Fachmann auf, der dir helfen kann. Ich garantiere nicht, dass die hier vorgestellten Techniken und Inhalte deine Gesundheit unterstützen - jeder Mensch ist individuell und benötigt individuelle Beratung/Hilfestellung/Techniken. Die Inhalte sind nach besten Wissen und Gewissen erstellt und die Vollständigkeit/Richtigkeit der Inhalte wird nicht garantiert. 

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