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Adios 2018 - Meine 4 wichtigsten Learnings des vergangenen Jahres

December 29, 2018

 

Kurz vor dem Jahreswechsel heißt es bei mir immer, zu schauen, was gut gelaufen ist, was ich gelernt habe und wofür ich besonders dankbar bin. Ich mache in mir einen energetischen Cut und richte mich neu aus auf die wundervollen Dinge, die ich im kommenden Jahr in mein Leben bringen möchte.

 

Welche Rituale nutzt du, wenn es auf Silvester zugeht, um dein Jahr abzuschließen?

 

Mit diesem Artikel möchte ich dir einen Einblick in meine wichtigsten Learnings aus dem Jahr 2018 geben.

 

Vorab folgendes: Lernen ist ein Prozess. Ich durfte in diesem Jahr beobachten, dass viele meiner Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren noch einmal auf die Probe gestellt wurden um eine tiefere Ebene in mir zu erreichen. Die Themen, an denen wir am meisten wachen können zeigen sich auf die verschiedensten Weisen, um von allen Seiten betrachtet zu werden. Nur wenn wir etwas von allen Seiten und aus verschiedenen Perspektiven ‚bearbeitet’ können wir das Thema wirklich durchdringen. So hatte ich in diesem Jahr einige thematische Wiederholungen zu durchleben, von denen ich dachte, sie bereits ‚abgearbeitet’ zu haben. Diese haben mit dem Vertrauen ins Leben zu tun, mit Selbstwert, meiner Berufung und mit Selbstliebe.

 

Nun aber konkret zu meinen vier wichtigsten Learnings aus dem vergangenen Jahr.

 

1. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dann entfalten sich die Dinge mit Leichtigkeit.

 

Wieder einmal durfte ich ganz direkt erleben, dass wir nichts wirklich planen können. Der Kopf möchte sich gerne Ziele setzen und ein To-Do nach dem nächsten abhaken. Möchte die Kontrolle darüber haben, was als nächstes passiert. Das funktioniert auf dem Herzensweg jedoch nur bedingt.

 

Wenn du dich dafür öffnest, dein Leben aus deinem Herzen heraus und mit deiner vollen Kraft zu erschaffen, geschehen zwei Dinge:

 

Erstens: Es bieten sich dir Gelegenheiten, deren Entstehen du mit deinem Kopf nicht hättest beeinflussen oder voraussagen können. Diese Gelegenheiten sind ‚plötzlich’ und ‚wie aus dem Nichts’ da.

 

Ein Beispiel ist meine Praxis, die ich seit Oktober 2018 habe. Vielleicht weißt du, dass ich noch in Elternzeit bin und ‚nebenbei’ gegründet habe. Meine Vorstellung war es, zum Ende des ersten Elternzeit-Jahres eine Praxis anzumieten und langsam anzufangen, als Heilpraktikerin und Coach zu arbeiten. Als sich im Frühjahr und Sommer nach einigen Besichtigungsterminen in möglichen Praxen nichts Passendes ergeben hatte war das Thema für mich schon fast abgeschrieben. Ich war schon dabei, den Wunsch nach einer eigenen Praxis auf unbestimmte Zeit zu verschieben und mir eine Alternative zu überlegen. Beispielsweise doch ausschließlich Online-Coaching anzubieten (was nun ein Teil von allem ist, was ich mache) oder meinen Wunsch nach dem Erstellen eines Online-Gruppen-Programms für mehr Gesundheit und Lebensfreude vorzuziehen. Doch das fühlte sich nicht stimmig an und war mal wieder eine Kopf-Sache.

 

Und dann, als ich losgelassen und einfach meinem Herzen die Führung übergeben habe, hat sich die perfekte Möglichkeit eine Praxis anzumieten ergeben. Ich teile mir nun Räume mit einer Freundin und Kollegin, wir haben mit unseren Vermietern, die auch beide Coaches sind einen Glückstreffer gelandet und arbeiten super zusammen. Diese Konstellation ist in jeder Hinsicht so viel besser und schöner, als ich es mir mit meinem Verstand erdacht hätte. 

 

Das zweite, was passiert, wenn du dich auf deinen Herzensweg begibst und dem Verstand mal eine Pause gönnst ist, dass du mit dem Leben in den Flow kommst.

 

Meiner Erfahrung nach ist mein Leben seit dem so viel reicher. Ich ‚schaffe’ so viel mehr gleichzeitig, habe dabei viel mehr Energie als je zuvor und bin dabei noch glücklich, gesund und erfüllt. Je mehr ich von Jahr zu Jahr lerne, mein Herz offen zu halten und auch in schwierigen Situationen schnell wieder in meine Mitte zu kommen, desto leichter und reichhaltiger wird mein Leben.

 

2. Wir müssen endlich alle aus dem Einzelkämpfer-Modus aussteigen

 

Dies ist tatsächlich eine neue Erkenntnis für mich aus dem Jahr 2018. Bis vor kurzem dachte ich ehrlich gesagt noch, dass ich für meine Lebensvision ganz alleine losgehen muss. Ich dachte, dass niemand meine Vorstellungen so wirklich teilt und mir deshalb auch keiner auf meinem Weg eine große Unterstützung sein kann. Ich hatte wenige Menschen in meinem direkten Umfeld, mit denen ich wirklich darüber sprechen konnte, was ich beruflich erschaffen will – so dachte ich. Und hielt deshalb lieber die Klappe und machte still mein Ding.

 

In 2018 habe ich gelernt, über meine Träume und meine Lebensvision offen zu sprechen. Ich habe gelernt, zu mir zu stehen. Dazu, eine Weltverbesserin zu sein, eine Träumerin, ein Bücher-Junkie, ganzheitliche Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität zu lieben und zu leben. Einfach auch mal rauszuhauen, wenn ich so ganz andere Ansichten haben und nicht nur Mainstream zu reden.  

 

Daraus sind so viele wundervolle Gespräche entstanden und ich habe erstaunt erleben dürfen, wie viele von ‚uns’ es da draußen gibt. Wie viele Menschen davon träumen, ihr eigenes Leben und das der Menschen um sie herum besser zu machen. Welche Visionen da draußen unterwegs sind von einer besseren Welt. Und vor allem: Wie viele Überschneidungen in diesen Visionen es gibt. Menschen, die für das Selbe brennen – seien es die Themen Umweltschutz, Tierschutz, Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit und etwas an diesen Systemen zu verändern – sind so unglaublich viel stärker zusammen. Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine besonderen Talente, Fähigkeiten und Leidenschaften. Wenn wir es schaffen, diese in einen Topf zu werfen, dann können wir wirklich etwas in der Welt verändern.

 

Wahrscheinlich bist du auch im Einzelkämpfer-Modus erzogen worden. Denn das sind die meisten Menschen. Wir lernen, dass es gut ist, in der Schule, im Sport, in der Musik oder wo auch immer, der oder die Beste zu sein. Wir lernen, dass wir im Job die Ellbogen ausfahren müssen, um die Gehaltserhöhung zu bekommen und ‚etwas zu werden’. Daran hängt allzu oft unser Selbstwertgefühl ab. Ich denke wir sind in einer Zeit angekommen, in der uns das weder als Mensch noch als Menschheit irgendwie weiter hilft. Wir müssen umdenken und beginnen, zu kooperieren. Uns offen austauschen, groß und verrückt denken, neue Wege gehen. Und das geht am allerbesten gemeinsam.

 

 

3. Dein Herzensweg ist ein Trial-and-Error-Prozess

 

Wie oft denken wir uns aus, wie unser Weg aussehen soll. (Passt auch zu Punkt 1, oder?) Wir denken und denken, schreiben unsere Ziele auf (was super wichtig ist) doch bleiben dabei nur in unseren Köpfen.

 

Ein Mal mehr ist mir in diesem Jahr 2018 bewusst geworden, dass wir nur im Tun erkennen, was für uns das Richtige ist. Im Tun merkst du, ob es dir Freude bereitet oder du nur die Hoffnung hattest, dass das was du machen wolltest, dir Freude bringen würde. Wir sehen heute mehr denn je Menschen da draußen, besonders in Social Media, die sooooo glücklich aussehen.

 

Mein liebstes Beispiel ist die Yoga-Szene. Nicht falsch verstehen, ich liebe Yoga und kann mir ein Leben ohne nicht vorstellen. Doch weißt du, du kannst dir diese super tollen Fotos von durchtrainierten Mädels im Handstand, am besten noch am Strand, der Sonnenuntergang im Hintergrund (was übrigens nicht unbedingt was mit Yoga zu tun hat ;-) ), anschauen und dir denken: Boa, wenn ich regelmäßig Yoga mache, dann bin ich bestimmt auch so in meiner Mitte. So glücklich, so trainiert und lebe einen total hippen Lifestyle.

 

Und dann meldest du dich in deiner Yogaschule deiner Wahl an uns merkst: Oh Gott, das ist gar nichts für mich! Ich kann es nicht leiden, in einem Raum mit zig anderen auf dem Boden rumzuturnen. Und  beim Yoga schwitzt man ja sogar. Äääääh. In meinen stylishen teuren Yogaklamotten malen sich bei den Verrenkungen hier ja meine Speckrollen ab, wie schrecklich. Und du willst rausrennen.  Das hattest du dir ganz anders vorgestellt. Was machst du dann? Vielleicht ein, zwei mal den Unterricht ausprobieren, doch wenn du clever bist, schaust du dich anschließend weiter um und suchst weiter nach etwas, was dein Herz hüpfen lässt. Und das können tausende Dinge sein! Joggen zum Beispiel (gar nicht mein Ding), Trampolin springen, ins Fitnessstudio gehen (auch nicht meins, aber gut, jedem das seine). Wer weiß?!

 

Deinen Weg findest du nur, in dem du ihn gehst. Im Ausprobieren, was zu dir passt, findest du mehr du mehr zu dir und auf deinen Herzensweg. Ich wusste nicht, wie es sein würde, eine Praxis zu haben. Weil ich aber wusste, dass ich es ausprobieren muss um zu erfahren, ob dies der richtige Weg für mich ist und was sich daraus entfaltet, habe ich meinem Ego eine Pause gegönnt (das mir ganz viel Angst machen wollte, a la ‚Was wenn das nun doch nicht das richtige ist’) und mich entschlossen, dem ganzen eine Chance zu geben. Was sich in 2019 daraus entwickelt wird sich zeigen.

 

Und weißt du, was ich dabei noch gelernt habe? Dass es völlig in Ordnung ist, auf dem Herzensweg KEINE vollkommene Klarheit darüber zu haben, wie ich mein Tun beschreiben könnte. Ich bin Heilpraktikerin und Coach – ja. Ich bin Mama, Ehefrau, Tochter. Doch das sind alles nur Rollen und beschreiben nicht den Kern meiner Berufung. Ich habe eine Vision, ich habe ein Bild in meinem Kopf von dem, was ich irgendwann mal erschaffen haben will und ich habe eine Ahnung davon, wie ich mich dabei zu fühlen wünsche. Deshalb habe ich das Wort Berufung ganz bewusst aus meinem Wortschatz gestrichen und durch den Begriff Herzensweg ersetzt.

 

Ich dachte lange Zeit, dass ich die EINE Sache finden muss, die mich erfüllt. Das Wort Berufung beinhaltet genau das für mich: DIE EINE SACHE. Jetzt habe ich erkannt, dass ich froh sein kann, genau das nicht zu haben. Denn dadurch, dass ich das nicht weiß und sich mein Weg Stück für Stück entfaltet, bleibe ich offen für neue Wege, für neue Inspiration. Ich bleibe eine Suchende und bin gleichzeitig eine Findende, die regelmäßig Neues in ihrem Leben erfährt und an neuen Aufgaben wachsen kann. Ich bin so froh darüber, dass ich aus meinen tausend Leidenschaften noch keine Schublade kreiert habe, in die ich mich hinein packen kann. Denn wenn ich eine Sache benennen müsste, die uns Menschen vom Glücklichsein abhält ist, dass wir uns selbst und alle anderen in Schubladen packen.

 

 

4. Mama-Sein macht es noch viel wichtiger, den Herzensweg zu gehen

 

Ich bin unfassbar gewachsen am Mama-Sein und habe erkannt warum das Mama-Sein es noch viel wichtiger macht, dass ich meinen Herzensweg weiter gehe. Bevor mein Sohn zur Welt kam hatte ich ehrlich gesagt ein wenig Angst davor, dass sich meine Prioritäten stark verschieben und ich meinen Weg nicht mehr als so wichtig sehe. Denn Aussagen dieser Art hatte ich wirklich oft gehört. Von ehemaligen Arbeitskolleginnen, die sagten, seit die Kinder da sind, ist der Job nicht mehr ‚so schlimm’. Da geht man jetzt halt hin und dann wieder nach hause, denn dort wartet das ‚richtige’ Leben. Und ich habe erwartet, dass ich diese Haltung auch gegenüber meinem Herzensbusiness entwickle. Zumindest zum Teil. Weil ich meinen Drive verliere, wenn ich diese unendliche Liebe gegenüber meinem Kind spüre. Und ja, mein Sohn ist mir das Wichtigste auf der Welt. Meinen Drive habe ich jedoch nicht verloren.

 

Das ganze Gegenteil war der Fall.

 

Klar, ich habe mir Zeit gegönnt, um nur für mein Kind da zu sein. Das war wichtig und rückblickend würde ich es nie anders machen. Und ich möchte auch jetzt so viel tolle Zeit mit meinem Sohn verbringen wie nur irgendwie möglich. Doch nach ein paar Monaten ausschließlich Mama-Sein kam der Wunsch in mir hoch, nun weiter zu gehen in meiner Selbstständigkeit, wieder mehr Seminare zu besuchen, mehr raus zu gehen und schließlich auch die Praxis zu gründen. Und dazu wurden noch mehr Wünsche viel intensiver.

 

Beispielsweise mich mehr für den Naturschutz einzusetzen. Mich für Kinder einzusetzen, die es nicht so gut zuhause haben und in Not sind. Ein Leben zu führen, das einen Unterschied in der Welt macht. Denn eine meiner größten Ängste ist geworden, dass mein Sohn mich irgendwann fragt: Mama, warum habt ihr damals, als ihr noch konntet, nichts getan um die Natur zu schützen? Warum habt ihr nichts geändert, obwohl das Thema Klimawandel in aller Munde war? Warum habt ihr, obwohl ihr es wusstet, weiterhin die Meere zugemüllt und leergefischt, Kinder auf anderen Kontinenten verhungern lassen und zugelassen, dass große Konzerne Menschen ausbeuten, damit ihr billige Klamotten kaufen könnt? Warum habt ihr nur zugeguckt, während sich eine Katastrophe nach der anderen angekündigt hat?

 

Ich gehe meinen Herzensweg nicht TROTZ meines Kindes, ich gehe ihn WEGEN meines Kindes.

 

Weil ich ein Vorbild sein will, weil ich zuhause Freude statt Stress und Frust haben will. Weil ich meinem Sohn Verantwortung vorleben will für das Große-Ganze und es mir unendlich wichtig ist, dass er sich in seinem Leben nicht selbst verliert. Ich möchte ihm eine Welt hinterlassen, die mindestens genau so wunderschön ist, wie ich sie von meinen Eltern geschenkt bekommen habe.

 

Mir ist in diesem Jahr noch viel mehr bewusst geworden, dass wir alle viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Wir schauen weg, wo wir hinsehen müssten. Wir machen es uns bequem, wo wir aufstehen und etwas tun sollten.

 

Ich weiß, im Angesicht all der Probleme, die auf der Welt zu sehen sind, fühlt man sich schnell hilflos und überfordert. Und nein, einer alleine kann die Welt nicht verändern. Da müssen wir alle gemeinsam ran (passt zu Punkt 2, richtig?). Wenn jeder nur einen kleinen Beitrag leistet, können wir viel bewegen. Deshalb bin ich Partnerin bei der Stiftung Ist for Kids geworden und spende einen monatlichen Betrag. Wenn du auch etwas Gutes tun möchtest, schau doch mal hier:  https://www.its-for-kids.de .

Mit 15 Euro im Monat kannst du schon so viel bewirken.

 

Dies war ein wirklich ehrlicher Artikel, den ich mir so vom Herzen geschrieben habe. Ich, hoffe, ich konnte dich ein wenig dazu inspirieren, ebenfalls dein Jahr zu reflektieren und dir zu überlegen, was deine wichtigsten Learnings in 2018 waren. Ich wette mit dir, wenn du dir die Zeit nimmst, werden wunderschöne Erkenntnisse heraus kommen.

 

Nun wünsche ich dir einen schönen Jahreswechsel, wie auch immer du ihn feierst und wünsche dir nur das Beste für 2019 und darüber hinaus!

 

Alles Liebe

Deine Martina 

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